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Wie kann ich 100.000 € anlegen

Erben, einen Bonus erhalten oder eine Immobilie verkaufen – und plötzlich sind hunderttausend Euro verfügbar. Dieses Geld verantwortungsvoll anzulegen ist bei der Vielzahl an möglichen Angeboten eine echte Herausforderung. Die verfügbaren Finanzinstrumente sind reichhaltig. Wir stellen Ihnen hier ein kleines Einmaleins über ein sicheres aber lukratives Anlegen von größeren Geldbeträgen vor.

Optimal 100.000 Euro anlegen – Ein Überblick über die Anleiheformen

100000 Euro anlegenEine, wenn auch etwas polemisch wirkende Faustregel ist bei jeder Überlegung beim außerinstitutionellen Investment zu beachten: No Risk, No Fun. Das bedeutet: Das Risiko und die Rendite verhalten sich stets proportional zueinander. Die mit einem dreistelligen Zinssatz ausgestattete und dazu bombensichere Anleihe, die binnen weniger Monate ein riesiges Vermögen generieren kann, ist ein Wunschtraum. Möchten Sie mehr als das eine Prozent Sparbuchzinsen oder mehr als die zwei Prozent Tagesgeldzinsen erwirtschaften, ist die Akzeptanz eines gewissen Risikos eine unvermeidliche Begleiterscheinung.

Man unterscheidet bei Finanzinstrumenten zwischen zwei grundverschiedenen Typen: Anleihen und Anteilscheinen. Diese klingen zwar ähnlich, könnten unterschiedlicher aber nicht sein.

Anteilsscheine

Anteilsscheine sind alle Arten von Wertpapieren, denen ein physischer Wert gegenüber steht. Dies sind in erster Linie Aktien, Teilhaberscheine, Rohstoffzertifikate, Beteiligungen an Minen usw.. Man erwirbt mit dem Kauf eines Anteilscheins einen physischen Gegenwert an einem Unternehmen oder an einer Rohstoffquelle. Der Besitz von Anteilsscheinen berechtigt Sie, bei der Strategie des Unternehmens mitzuwirken. Dieses Recht wird mit der Menge der Anteilsscheine erhöht. Der Marktplatz für Unternehmensanteile, sprich Aktien, ist die Börse. Anteilsscheine haben keine Laufzeit. Man verkauft sie, wann immer man möchte. Diese Finanzinstrumente sind besonders flexibel.

Anleihen

Anleihen sind im Gegensatz dazu Kredite, die Sie als Privatperson einem Emittenten, also einem Unternehmen, einer Kommune oder einem Staat zu einem festen Zinssatz und einer festgelegten Laufzeit Verfügung stellen. Ihre Laufzeit dieser Finanzinstrumente beträgt einige Monate bis mehrere Jahre. Dies sind Unternehmensanleihen, Kommunalobligationen, Schatzbriefe, Staatsanleihen oder Direktkredite. Staatsanleihen hießen in der Bundesrepublik Deutschland bis 2012 Bundesschatzbriefe.

Diese Finanzinstrumente sind aber seit letztem Jahr nicht mehr erhältlich, die Nachfrage war wegen der schlechten Verzinsung einfach zu gering. Im Gegensatz dazu locken griechische Staatsanleihen stellenweise mit enormen Zinsversprechen. In einem Musterdepot sollten diese Anlagen nur vereinzelt auftauchen und über die Monate scharf beobachtet werden. Hoher Zinssatz gleich hohes Risiko, das gilt sogar bei Staatsanleihen.

Unternehmensanleihen berechtigen in keinem Fall, bei den geschäftlichen Entscheidungen mitzuwirken. Dies ist unabhängig von der Höhe, in der sie einem Unternehmen einen Kredit gewährt haben. Es ist eben nur ein Kredit und kein Anteil.

Die wichtigsten Unterschiede der Anlageformen

Der Unterschied liegt zwischen diesen Anlageformen für Sie in erster Linie in der Verzinsung und im Risiko. Bei Anteilsscheinen ist die Verzinsung von der geschäftlichen Entwicklung des Unternehmens abhängig. Befindet sich das Unternehmen auf einem kontinuierlichen Wachstumskurs, wächst auch der Wert der eigenen Anteilsscheine. Hier ist bei guter Entwicklung des Unternehmens eine Verzinsung von mehreren hundert Prozent möglich. Ebenso ist aber bei einer schlechten Entwicklung der Geschäfte auch ein teilweiser oder vollständiger Wertverlust der gekauften Anteile möglich. Anteilsscheine implizieren also ein hohes Zinsänderungsrisiko, welches schlimmstenfalls zur Senkung des Aktienpreises unter dem eingekauften Nennwert oder zum Totalverlust führen kann.

100000 Euro anlegenUnternehmensanleihen werden im Gegensatz zum Anteilsschein mit einem festen Zinssatz ausgehandelt. Unabhängig von der geschäftlichen Entwicklung verpflichtet sich bei der Gewährung einer Anleihe ein Unternehmen zur Zahlung des vereinbarten Zinses nach Ablauf der vereinbarten Monate. Der Zins wird, unabhängig von der Laufzeit des Kreditvertrages, üblicherweise in Jahreszinsen berechnet. Zur Berechnung der Rendite ist deshalb die Hinzuziehung der Zinseszinsen statthaft. Ein Tipp sei hier dringend geboten: Lesen Sie bei jedem Prospekt und Vertrag das Kleingedruckte. Mancher Emittent möchte die Zinseszinsen mit Zusatzklauseln umgehen. Darum: Seien Sie Wachsam!

Anleihen werden nur mit einem vorher definierten Volumen ausgegeben. Ist das Volumen ausgeschöpft, sind keine weiteren Anleihen mehr verfügbar. Sie verhalten sich dann genauso wie geschlossene Fonds. Es gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zu erst. Nach der vereinbarten Laufzeit erfolgt die vollständige Rückzahlung durch den Emittent. Häufig wird bei den Unternehmensanleihen, insbesondere bei den Mittelstandsanleihen, gegen Ende der Laufzeit ein Anschlussangebot beworben. Sofern das Kapital nicht anderweitig benötigt wird, kann dies ein interessanter Weg für eine weitere Steigerung seiner Rendite sein. Der Emittent hat hierbei in jedem Fall seine Vertrauenswürdigkeit bewiesen, denn die Rückzahlung wurde schließlich vereinbarungsgemäß am Ende der Laufzeit der Unternehmensanleihe angeboten.

Unternehmenanleihen können renditestark sein

Der Erfolg von Unternehmensanleihen ist digital: Entweder wird sie vereinbarungsgemäß bedient oder sie fällt wegen der Insolvenz des Emittenten aus. Als Käufer einer Anleihe ist das gewährte Darlehen nachrangig. Institutionelle Kreditgeber wie Banken und Versicherungen werden primär bedient, Sie gehen im Fall einer Pleite des Unternehmens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit leer aus. Das Risiko des Totalverlustes teilen sich beide Anlageformen, das ist nicht zu ändern. Aber: Ein Ei kann zerbrechen. Es kann aber auch ein Küken schlüpfen lassen, welches zu einem Huhn heranwächst, das wieder tausende von Eiern legt. Dafür ist das Ei schließlich da.

Ebenso verhält es sich mit Unternehmen. Emittenten von Anleihen sind quer durch die ganze Wirtschaft zu finden: Vom Blumengeschäft um die Ecke bis zum internationalen Stahlkonzern sind Anleihen beliebte Wege, um unabhängig von den Instituten frische und unkritische Kredite zu erhalten. Unter dem Schlagwort „Mittelstandsanleihen“ ist hier eine besonders große Auswahl an Investitionsmöglichkeiten zu finden. Auch für Anleihen ist die Börse der geeignete Handelsort. Die Börse Frankfurt, München, Hamburg, Hannover und Stuttgart sind hier die empfehlenswertesten Adressen. Da Anleihen als nachrangige Darlehen gehandelt werden, sind sie in der Regel besser verzinst als Bankkredite.

100000 Euro anlegenDies macht sie für beide Seiten interessant. Die Sympatex Holding aus Frankfurt bietet beispielsweise eine Anleihe mit einer Verzinsung von 8% an. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren summiert sich die Verzinsung auf knapp 47%. Sie können demnach innerhalb des überschaubaren Zeitraums von fünf Jahren eine Rendite von über 46000 Euro erwirtschaften. Auch abzüglich der leider unumgänglichen Zinsertragssteuer ist der Effektivzins auch bei nur acht Prozent mehr als beachtlich. Benötigen Sie vorher liquide Mittel, können Sie mit Hilfe von Kupons während der Laufzeit einer Anleihe bereits Kapital aus den Zinserträgen abrufen. Fast jeder an der Börse notierte Emittent von festverzinslichen Anleihen und Wertpapieren bieten die Kupons als Option an.

Acht Prozent sind beachtlich – für leidenschaftliche Anleger in Anteilsscheinen aber ein allenfalls durchschnittlicher Wert. Das Risiko ist beim Aktienhandel aber deutlich höher. Eine Strategie ist deshalb, durch Streuung der Risiken die Sicherheit seines Kapitals zu erhöhen. Ein Musterdepot sieht deshalb stets einen Mix aus verzinslichen Wertpapieren, Pfandbriefen, Bonds und Fondsanteilen vor. In Fonds werden verschiedene Anlageformen gesammelt, zu einem Gesamtwert zusammen gefasst, ein gemeinsamer Zins berechnet und Investitionsformen in Form von Beteiligungen ausgegeben. Ein Fond besteht seinerseits aus einem gesunden Mix von renditestarken aber risikoreichen Engagements und solchen, welche nur eine kleine Verzinsung bei entsprechend geringem Risiko.

Vor- und Nachteile der grünen Geldanlagen

Ökologische Geldanlagen bieten aufgrund der staatlich garantierten Sicherheiten wie Einspeisevergütung und Repowering Prämie stark risikomindernde Eigenschaften. Die Renditen sind aber dennoch nicht dem geringen Risiko angemessen – dies aber im positiven Sinne. Zwar stark subventioniert, bieten Ökofonds hohe Renditen zu überschaubaren Risiken. Eine interessante Strategie für ein Musterdepot ist es, mit verschiedenen Laufzeiten zu arbeiten. Dadurch halten Sie sich eine kurzfristige Kapitalrückzahlung offen, ohne ihre Effektivverzinsung unverhältnismäßig zu reduzieren.