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Börse

Börsen sind organisierte Handelsplätze, an denen standardisierte Wertpapiere, Handelsgüter und Rechte unter Aufsicht gehandelt werden. Kaum ein Vorgang steht so sehr für den Kapitalismus und die Wirkung von Marktkräften wie das Börsengeschehen.

Die Wertpapier-Börse – Ein Paradies für Spekulanten?

Wertpapier BörseImmer wieder sieht sich der Börsenhandel heftiger Kritik ausgesetzt. Vor allem, wenn es zur Blasenbildung oder zum Crash kommt, werden Stimmen laut, dem Börsentreiben Einhalt zu gebieten – zuletzt in der Folge der Finanzkrise 2007/2008.

Das Bild vom Spekulanten, der quasi als Glücksritter an der Börse große Summen – losgelöst vom realen Güterwert – bewegt, prägt bis heute viele politische Vorstellungen vom Börsenhandel – von links bis rechts außen. Dieses Bild entspricht teilweise auch der Realität.

Aber es eben nur ein Teil der Wahrheit. Zudem haben dummerweise die Spekulanten die Gewalt über einen Großteil des weltweiten Vermögens. Und dieses Geld – auch wenn es spekulativ eingesetzt wird – ist ein wichtiger Motor für die Wirtschaft.

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Notwendig für eine funktionierende Weltwirtschaft

Die Globalisierung und die Vernetzung der weltweiten Wirtschaft von heute sind ohne Börsen kaum denkbar. Sie sind Marktplätze der Moderne, an denen im weltweiten Maßstab Geld, Kapital und Rohstoffe gehandelt werden. Trotz aller Schwankungen und Wechselfälle sorgt die Preis- und Kursbildung an den Börsen dafür, dass die Weltwirtschaft funktionsfähig bleibt und sich an der Knappheit bzw. Verfügbarkeit von Gütern orientiert.

Kapital wird durch die Börsen dorthin gelenkt, wo es am rentierlichsten ist. Der Börsenhandel ist ein entscheidendes Zahnrad im globalen Wirtschaftsgetriebe und sorgt für eine effiziente Marktwirtschaft.

Das Börsenwesen – eine Jahrhunderte alte Geschichte

Der Gedanke des Marktes prägte die Börse von Anfang an. Als Geburtsjahr des Börsenwesens, so wie wir es kennen, gilt das Jahr 1409, als sich im flämischen Brügge erstmals professionelle Rohstoffhändler regelmäßig an einem festen Ort trafen, um zu handeln. Die Treffen fanden im Haus des Kaufmanns Van der Beurze statt, woraus sich die Bezeichnung ‚Börse‘ erklärt.

Ob es sich dabei mehr um eine schöne Legende oder um eine historische Tatsache handelt, ist umstritten. Belegt ist jedenfalls die Gründung der Antwerpener Börse im Jahre 1460. Das erste Börsengebäude der Welt wurde im Jahre 1613 in Amsterdam errichtet. Die Amsterdamer Börse stellt auch die erste wirkliche Wertpapierbörse im heutigen Sinne dar.

Erster Börsenhandel vor über 600 Jahren

In Deutschland entstanden Börsen im 16. Jahrhundert in Augsburg, Nürnberg, Frankfurt, Köln und Hamburg. Gehandelt wurden vor allem Wechsel und andere Zahlungstitel. Der erste deutsche Aktienhandel fand Anfang des 19. Jahrhunderts an der Berliner Börse statt.

Das Zeitalter der Industrialisierung ist überhaupt eine Ära der Aktie und des Börsenhandels. Von daher überrascht es nicht, dass wichtige Börsenplätze in bedeutenden Industrie-Nationen entstanden – New York, London aber auch Frankfurt seien als Beispiele genannt.

Das Phänomen des Börsen-Crashs

So alt wie der Börsenhandel ist auch der Börsenkrach. Immer wieder kam es im Lauf der Zeit zu Blasenbildungen und Börsenzusammenbrüchen. Der erste dokumentiere Crash ist die sogenannte Tulpomanie in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts, eine Spekulationsblase um Tulpenzwiebeln.

Bereits damals gab es übrigens so etwas wie Derivate- und Optionenhandel. In Deutschland war der Gründerkrach 1873 der erste Crash. Weltweit wirkte der Schwarze Freitag an der New Yorker Börse 1929 als Auslöser der Weltwirtschaftskrise. Den größten Einbruch nach dem Zweiten Weltkrieg löste zuletzt die Finanzkrise aus.

Erste Spekulationsblase platzte bereits im 17. Jahrhundert

Bereits vorher hatte es Crashs im Zuge der Asien-Krise und der sogenannten New Economy-Blase um die Jahrtausendwende gegeben. Trotz dieser zwar tiefen aber letztlich zeitweiligen Einschnitte wird die grundsätzliche Funktionsfähigkeit und Sinnhaftigkeit von Börsen von wissenschaftlichen Ökonomen grundsätzlich nicht in Frage gestellt.

Ganz im Gegenteil, das Börsengeschehen verkörpert nahezu idealtypisch die Vorgänge an effizienten und vollkommenen Märkten. Börsen dienten und dienen daher häufig als Vorbild für finanztheoretische Modelle, Thesen und Erklärungen. Mit der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie sind die Möglichkeiten der internationalen Vernetzung und Interaktion noch deutlich besser geworden.

Börsen und Globalisierung

Die zunehmende Verknüpfung des weltweiten Börsenhandels nach dem Zweiten Weltkrieg war praktisch Vorreiter der sogenanntem Globalisierung – einem Begriff für das globale Zusammenwachsen der Wirtschaft, der nach wie vor sehr eng mit den Finanzmärkten verbunden ist.

Durch die Öffnung Chinas und das Ende des Kommunismus in Osteuropa sind an vielen Orten neue bedeutende Börsenplätze entstanden, der weltweite Börsenhandel hat dadurch starken Auftrieb erhalten. Dank des Computerhandels findet der Handel heute nur noch zu einem geringeren Teil an physischen Börsenplätzen statt.

Das Börsenparkett weicht immer mehr dem Computerhandel

Das Gros der Transaktionen wird elektronisch abgewickelt. Das beste Beispiel dafür ist der Forex, der globale Devisenmarkt. Mit einem Transaktionsvolumen von bis zu fünf Billionen US-Dollar täglich gilt er als der größte Finanzmarkt weltweit.

Hier gibt es keinen physischen Handel mehr, Transaktionen werden ausschließlich über elektronische Handelssysteme und Plattformen abgewickelt. Auch bei anderen Wertpapierbörsen zeigt sich dieser Trend, wenn auch noch nicht so ausgeprägt.

Volatiler und anfälliger

Die moderne Informations- und Kommunikationstechnologie hat den Börsenhandel schneller und effizienter, aber auch volatiler und krisenanfälliger gemacht. Eine zunehmende Bedeutung haben dabei automatische Handelssysteme erlangt, die selbständig aufgrund bestimmter Signale agieren und damit das Börsengeschehen nachhaltig beeinflussen können.

Informationen können heute in Bruchteilen von Sekunden verarbeitet werden und schlagen sich unmittelbar in den Kursen nieder. Dafür werden auch die Analysemethoden immer ausgefeilter. Der Traum jedes Börsenakteurs, den Handel möglichst exakt vorhersehen zu können, blieb dabei allerdings bis heute ein Wunsch. Viel spricht dafür, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert.