Ökologische Kapitalanlagen

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Garantiefonds

Es gibt viele Arten von Investmentfonds: Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds, Misch- und Dachfonds – um nur einige zu nennen. In dem breitgefächerten Fonds-Universum bilden Garantiefonds ein besonderes Segment. Sie richten sich vor allem an sicherheitsorientierte Anleger.

Garantiefonds bieten vollen Kapitalschutz

GarantiefondsGarantiefonds versuchen so etwas wie die Quadratur des Kreises. Sie wollen ihren Anteilsinhabern die Möglichkeit bieten, von der höheren Rendite risikobehafteter Geldanlagen zu profitieren und versprechen dabei gleichzeitig Sicherheit.

Dieses Sicherheitsversprechen bezieht sich in der Regel auf den Kapitalschutz. Bei Garantiefonds erhält der Anleger mindestens das garantierte Kapital zurück. Das Investitionsrisiko wird daher vor allem durch die schwankende Rendite geprägt.

Das Konzept der Garantiefonds wendet sich bevorzugt an klassische Sparer, die nach einem risikoarmen Einstieg in andere Anlageklassen suchen. Es gibt unterschiedliche Formen der Kapitalgarantie: Garantiefonds mit begrenzter Laufzeit versprechen Kapitalerhalt zu einem Stichtag am Ende der Laufzeit, Fonds mit unbegrenzter Laufzeit bieten sichere Kapitalbeträge zu bestimmten Stichtagen während der Fondsdauer.

Ökologische Geldanlagen – Aktuelle Produktübersicht

AnlageartErträge prog.LaufzeitendeAuszahlungenAusschüttungenab EuroAgio
Photovoltaik-Festzins Deutschland8 % p.a.12 Monatevierteljährlich108 % gesamt5.000,-0 %
Mischfonds-Global 59,8 % p.a.5 Jahremonatlich178 % gesamt2.500,-5 %
CleanTech-Fonds 915 % p.a.9 Jahremonatlich325 % gesamt15.000,-5 %
Holzinvestment in Deutschland - Holzbestand von Dt. Versicherung gegen div. Schäden abgesichert9,5 % p.a. 10 JahreLaufzeitende247 % gesamt10.000,-0 %
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Dach incl. 100 % Steuerersparnis
8 % p.a. + SteuerbonusFlexibel 1-40 Jahremonatlichbis zu 580 %
(40 Jahre)
2.500,-0 %
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Unterschiedliche Methoden der Absicherung

Anleger kommen daher immer nur dann in den Genuss des Absicherungseffekts, wenn sie ihre Fondsanteile bis zu den jeweiligen Stichtagen halten. In vielen Fällen bezieht sich der Kapitalschutz auf den ursprünglich angelegten Betrag, manchmal mit prozentualen Abschlägen – zum Beispiel wird nur 95 Prozent Kapitalerhalt garantiert. Einige Fonds bieten auch eine Höchststands-Garantie. Dann wird der während einer festgelegten Periode jeweils erreichte Höchststand zugesichert. Die Absicherung hat einen Preis. Da sie Kosten verursacht und die Flexibilität des Fondsmanagements einschränkt, ist die erzielbare Rendite üblicherweise geringer als bei einer Strategie ohne Absicherung.

Der Kapitalschutz funktioniert oft über festverzinsliche Wertpapiere. Es werden dann so viele Anleihen erworben, dass ihr Wert an den Stichtagen sicher den Garantiebetrag erreicht. Der Rest vom Fondsvermögen wird meist in aktienorientierte Werte investiert. Das können Aktien selbst, Aktienfonds oder Aktienoptionen sein. Garantiefonds sind daher vielfach Mischfonds mit einem starken Rentenanteil. Eine andere Methode besteht in der Anwendung von CPPI-Modellen. Dabei handelt es sich um mathematisch begründete Modelle zur Portfolio-Absicherung, die dem Fondsmanagement mehr Spielräume bei seinen Entscheidungen lassen. Hier können flexiblere Umschichtungen zwischen sicheren und risikobehafteten Investments erfolgen. CPPI-Absicherungen nutzen in der Regel Geldmarktfonds-Zertifikate und Aktien oder Aktienderivate als Anlage-Instrumente.

Performance von Garantiefonds meist limitiert

 

Alle großen deutschen Fonds-Gesellschaften haben Garantiefonds in ihrem Angebot. Union Investment (Volks- und Raiffeisenbanken) bietet derzeit 77 Produkte, viele davon unter der Bezeichnung Unigarant mit unterschiedlichen Schwerpunkten. So kann zum Beispiel mit Ausrichtung auf Deutschland, Europa, Nordamerika, die BRIC-Staaten oder im globalen Maßstab investiert werden. DWS Investments (Deutsche Bank) hat 49 Garantiefonds-Produkte im Angebot. Deka Investments (Sparkassen) verfügt ebenfalls über eine 32 Fonds umfassende Produktfamilie mit Kapitalgarantie. Auch bei diesen Produkten sind unterschiedliche Ausrichtungen und Schwerpunkte möglich.

Wer sich in Garantiefonds engagieren will, hat also durchaus eine breite Auswahl. Allerdings wird die Performance von Experten eher skeptisch beurteilt. In einer in der Zeitschrift Finanztest veröffentlichten Untersuchung der Stiftung Warentest schnitten die geprüften Garantiefonds beim Verhältnis von Rendite und Kosten vergleichsweise schwach ab. Der oft hohe Ausgabeaufschlag und die laufenden Verwaltungskosten wirken sich stark renditemindernd aus. Hinzu kommt, dass die Rentenlastigkeit der meisten Fonds angesichts der anhaltenden Niedrigzinsen grundsätzlich keine guten Renditeperspektiven bietet. Mit einem Volumen von unter 30 Milliarden Euro gehören denn auch die Investmentfonds mit Kapitalgarantie nicht gerade zu den prosperierendsten Segmenten am Fondsmarkt. Das verwaltete Fondsvermögen ist tendenziell sogar rückläufig.

Eine mögliche Alternative für Geldanleger

Vor diesem Hintergrund wird Anlegern empfohlen, eher auf eine persönliche Absicherungsstrategie zu setzen, mit der sich ein ähnlicher Schutz wie bei einem Garantiefonds erzielen lässt und vor allem die Kosten wesentlich günstiger sind. Das Rezept besteht in der Kombination aus einer sicheren Festgeldanlage mit einem risikobehafteten Indexfonds. Über die Gewichtung von Festgeld und Fonds lässt sich dabei das Verhältnis von Rendite und Risiko individuell steuern. Bei Indexfonds bzw. ETF gibt es eine große Auswahl für unterschiedliche Anlageklassen und Ausrichtungen, mit denen breit gestreut in Märkte investieren werden kann.