Ökologische Kapitalanlagen

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Öko-Banken – Ein Vergleich


Anmerkung: Dieser Artikel wurde veröffentlicht, um Ihnen einen vollständigen Überblick auf den Bereich der ökologischen Kapitalanlagen zu ermöglichen. Es soll nicht der Eindruck  erweckt werden, dass wir die Produkte der im Text genannten Banken bewerben bzw. vermitteln, oder mit den genannten Banken geschäftlich zusammenarbeiten. Wenn Sie sich zwecks Informationsanforderung in das rechte Kontaktformular eintragen, erhalten Sie keine Produktvorschläge der aufgeführten Öko-Banken.


Mit wachsendem Umweltbewusstsein in der Bevölkerung und einer kritischen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Kapitalmarktes auf soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft und den Frieden in der Welt, nimmt die Nachfrage nach Geldinstituten stetig zu, die ethische Grundsätze an ihr geschäftliches Handeln knüpfen.

Öko-Bank – Zinsen mit gutem Gewissen

ökologische BankenEinen besonderen Schub bekamen die Ethikbanken mit der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008, mit der die Zweifel an ethischem und auch ganz einfach sinnvollem Handeln der Finanzbranche stark zunahmen. Welche Möglichkeiten hat der Privatkunde in Deutschland, dafür zu sorgen, dass sein Geld nach ethischen Gesichtspunkten angelegt wird.

Viele Menschen, die den Großbanken nicht mehr trauen und denen vor allem das schnelle Geld an den Börsen ein Dorn im Auge ist, weil er nichts mehr mit der Realwirtschaft zu tun hat, sind in den letzten Jahren zu regionalen Banken wie Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken abgewandert.

Hier gibt es zwar keine Ethikfilter, aber vor hochspekulativen Börsengeschäften ist man gefeit und die Wertschöpfung der Anlagen bleibt weitgehend in der Region. Sitzt allerdings eine Rüstungsfirma, ein Atomkraftwerk oder ein problematisches Chemieunternehmen in der Region, so hat man keine Gewissheit, dass die regionale Bank dort nicht das Geschäft finanziert.

Regionale und kirchliche Banken und der Nachhaltigkeitsgedanke

Einige kirchliche Banken bewegen sich zunehmend in Richtung ethischer Geldgeschäfte. So verfolgt die Steyler-Bank in Sankt Augustin schon seit ihrer Gründung 1964 ethische Ziele und hat inzwischen einen transparenten Ethikfilter für ihre Produkte. Andere kirchliche Geldinstitute sind die Bank für Kirche und Caritas in Paderborn, die PAX-Bank in Köln, die Evangelische Kreditgenossenschaft EKK in Kassel sowie die Liga-Bank in Regensburg oder die KD-Bank, die Bank für Kirche und Diakonie.

Vier Banken in Deutschland haben sich auf das Angebotssegment Ökobank spezialisiert. Drei davon bieten den kompletten Bankservice mit Girokonten, Kreditvergabe und Anlagebratung: Ethikbank, GLS (Gemeinschaftsbank) und Triodos Bank. Die Umweltbank konzentriert sich auf Anlageberatung und Kreditvergabe und hat kein Girokonto im Angebot.

Echte Ökobanken

Alle Ethik- oder Ökobanken bieten heute marktübliche Zinsen und sind in Einlagensicherungsfonds, die die Kundeneinlagen sichern, auch falls das Geschäftsmodell der Bank nicht funktionieren sollte. GLS Bank und Ethikbank sind der Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken angeschlossen und können so auf eine unbegrenzte Sicherung der Kundeneinlagen verweisen.

Die Umweltbank ist der gesetzlichen Einlagensicherung in Deutschland angeschlossen, die Triodos- Bank über ihr niederländisches Mutterhaus der dortigen Einlagensicherungseinrichtung. Beide verfügen dadurch über eine Einlagensicherung für Kundeneinlagen wie Girokonto, Festgeld, Tagesgeld und Sparbriefe in Höhe von 100.000 Euro.

Auf welche Weise die einzelnen Geldinstitute den eigenen Ansprüchen und denen ihrer Kunden nachkommen ist unterschiedlich. Die Ethikbank hat sich ethisch-ökologische Anlagekriterien gegeben, deren Einhaltung von unabhängigen Wirtschaftsprüfern laufend kontrolliert wird. Darüber hinaus veröffentlicht sie alle vergebenen Kredite.

Wie ethisch sind die Anlagekriterien der Ökobanken?

Der Kunde kann entscheiden ob ein Anteil der erwirtschafteten Zinsen in ökologische oder soziale Projekte fließen soll. Der Kriterienkatalog der GLS-Bank wird als „sozial-ökologisch“ bezeichnet. Er umfasst sowohl Positiv- wie auch Negativkriterien und wird vom hauseigenen Anlageausschuss überwacht. Auch hier werden die vergebenen Kredite veröffentlicht.

Die Umweltbank ist nach eigenem Selbstverständnis die Bank, die durch Finanzierung möglichst vieler Umweltprojekte eine nachhaltige Wirtschaftsweise fördern will. Ihre Positiv- und Ausschlusskriterien werden von einem unabhängigen Umweltrat kontrolliert. Die niederländische Triodos Bank mit deutschem Sitz in Frankfurt ist bereits seit 1980 Im Bereich nachhaltige Geldanlage tätig.

Sie vergibt Kredite an Unternehmen und Projekte, die „langfristig positive Veränderungen für Mensch und Umwelt bewirken“. Die aktienähnlichen Anteile der Bank werden von einer Stiftung verwaltet, die die sozialen und ökologischen Zielsetzungen der Bank kontrolliert. Kein Eigner darf mehr als 10 Prozent der Stiftungsanteile halten.

Die Zukunft von Öko im Bankenwesen

Die umweltorientierten Geldinstitute verfolgen alle ein konservatives Geschäftsmodell ohne hochspekulative Börsengeschäfte. Über ihre Ausrichtung auf ökologische und sozialverträgliche Projekte und Unternehmen haben sie Anteil am wachsenden Wirtschaftsvolumen in diesem Segment der Realwirtschaft.

Insofern kann auch weiterhin von einem stabilen Wachstum der Branche ausgegangen werden. Welche der Ökobanken im Einzelnen am besten zu Ihnen und Ihren Vorstellungen von Nachhaltigkeit passt, das können Sie beim Vergleich der Anlage- und Kreditvergabekriterien der einzelnen Institute herausfiltern.