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Ausgabeaufschlag

Ein Ausgabeaufschlag ist das Aufgeld, das Anleger beim Erwerb von Fondsanteilen bezahlen müssen.Manchmal wird es auch als Agio oder Load bezeichnet.Mit dem Ausgabeaufschlag wird der Aufwand von Fondsanbietern für Vertrieb und Beratung abgegolten. Er schmälert die Rendite der Anteilsinhaber.

Ausgabeaufschlag ist gleichbedeutend mit Agio oder Load

Ausgabeaufschlag ist gleich AgioDie Höhe des Ausgabeaufschlags hängt von der jeweiligen Investmentgesellschaft, vom Fondstyp und dem Fonds selbst ab.

Normalerweise wird er als Prozentsatz angegeben, da Ausgabe- und Rücknahmepreise von Fondsanteilen sich täglich ändern.

Bei der Berechnung wird zwischen der Netto- und der Bruttomethode unterschieden:

  • bei der Nettomethode bezieht sich die Prozentangabe auf den Rücknahmepreis. Das ist das übliche Berechnungsverfahren in Deutschland
  • bei der Bruttomethode wird der Aufschlag auf den Ausgabepreis berechnet. Sie wird manchmal von ausländischen Fondsanbietern angewandt

Das Agio wird nach der Netto- oder Bruttomethode berechnet

5 Prozent Ausgabeaufschlag führt bei Netto- und Bruttomethode zu unterschiedlichen Ergebnissen. Es reicht daher nicht, nur den Prozentsatz zu kennen, auch die Berechnungsmethode ist wichtig. Hierzu folgendes Szenario:

  • Ein Anleger, der 100 Euro investieren will, erhält bei der Nettomethode Fondsanteile zum Rücknahmepreis von 95,24 Euro (95,24 = 100/1,05) und muss 4,76 Euro (4,76 = 100 – 95,24) Ausgabeaufschlag bezahlen. 4,76 Euro sind 5 Prozent des Rücknahmepreises von 95,24 Euro.
  • Bei der Bruttomethode fallen dagegen 5 Euro (5 = 100 X 5/100) Ausgabeaufschlag an, der Anleger erhält hier Fondsanteile zum Rücknahmepreis von 95 Euro (95 = 100 – 5).
  • Bei Rentenfonds bewegen sich Ausgabeaufschläge im Schnitt bei 3 Prozent, bei Aktienfonds sind sie höher. Hier liegt der Durchschnitt bei 5 Prozent. Es gibt aber erhebliche Bandbreiten. Es sind auch Fonds mit 7 Prozent Aufschlag im Angebot.

No-Load-Fonds

Der Ausgabeaufschlag stellt aus Anlegersicht Einmalkosten dar, die sich renditeschmälernd auswirken. Je kürzer der Fonds gehalten wird, um so stärker ist die Renditeeinbuße. Bei langen Haltedauern verliert dieser Effekt dagegen an Bedeutung. Am Markt sind inzwischen auch Fonds ohne Ausgabeaufschläge – sogenannte No-Load-Fonds – im Angebot. Der Vorteil des fehlenden Ausgabeaufschlags wird allerdings mit höheren laufenden Verwaltungskosten bezahlt.

ETF

Fonds ohne Ausgabeaufschlag sind auch ETF – Exchange Traded Funds. Diese, sich meist auf Indizes beziehenden Fonds werden ohne Ausgabeaufschlag über Börsen erworben und verkauft. Dafür fallen Transaktionskosten beim Börsenhandel an.