Ökologische Kapitalanlagen

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Aktuelle Zinsentwicklung bei Geldanlagen

Seit einigen Jahren leiden Sparer unter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Im vergangenen Jahr 2016 hat sich das nicht geändert. Der wichtige Leitzins liegt weiterhin bei 0 %. Banken orientieren sich daran, entsprechend wenig Zinsen zahlen sie für sichere Geldanlagen wie Tages- und Festgeld. Ob die Zinssätze 2017 steigen, ist unter Experten strittig.

Aussichten auf eine Verbesserung der Finanzmarktlage in 2017?

Gruene GeldanlagenDie Optimisten rechnen in diesem Jahr mit Zinssteigerungen. Sie verweisen erstens auf die Entwicklung in den USA. Die US-Zentralbank FED hat die Leitzinsen in mehreren Schritten auf nun 0,5 bis 0,75 % angehoben. Das könnte sich auch positiv auf den Euro-Raum auswirken. Wenn die USA Geldanlagen attraktiver macht, muss das die EZB berücksichtigen. Angesichts höherer Zinsen fließt ansonsten zunehmend Kapital aus der Eurozone in die USA, was den Euro beim Wechselkurs enorm schwächen könnte.

Zweitens verzeichnet der Euro-Raum eine überraschend stark steigende Inflationsrate. Im Dezember erhöhte sie sich im Vergleich zum Vorjahr auf 1,1 %. Setzt sich der Trend fort, könnte das Spielräume für Zinserhöhungen eröffnen. Skeptiker warnen aber, sie führen gewichtige Gegenargumente an. Die EZB hat sich für die Niedrigzinspolitik entschieden, weil die Wirtschaft lahmt und einige EU-Staaten große Finanzprobleme haben.

Ökologische Geldanlagen – Aktuelle Produktübersicht

AnlageartErträge prog.LaufzeitendeAuszahlungenAusschüttungenab EuroAgio
Photovoltaik-Festzins Deutschland8 % p.a.12 Monatevierteljährlich108 % gesamt5.000,-0 %
Mischfonds-Global 59,8 % p.a.5 Jahremonatlich178 % gesamt2.500,-5 %
CleanTech-Fonds 915 % p.a.9 Jahremonatlich325 % gesamt15.000,-5 %
Holzinvestment in Deutschland - Holzbestand von Dt. Versicherung gegen div. Schäden abgesichert9,5 % p.a. 10 JahreLaufzeitende247 % gesamt10.000,-0 %
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Dach incl. 100 % Steuerersparnis
8 % p.a. + SteuerbonusFlexibel 1-40 Jahremonatlichbis zu 580 %
(40 Jahre)
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Diese Rahmenbedingungen haben sich kaum zum Positiven verändert. Es existiert deshalb keinen Grund, dass die EZB die Zinsen rasch steigert. Höchstens kleine Zinsschritte sind denkbar. Den Geldabfluss gen USA und damit einen sinkenden Eurokurs dürften die meisten Zentralbanker sogar begrüßen: Das verbilligt europäische Exporte und könnte den lang ersehnten Wirtschaftsaufschwung befördern.

Mögliche Anlagestrategie für Sparer

Irgendwann werden die Zinsen wieder steigen, wenn auch nur in Mini-Schritten. Wenn Sie sichere Anlageformen wie Tages- und Festgeld vorziehen, sollten Sie sich nicht zu lange binden. Schließen Sie beispielsweise ein Festgeldkonto über 5 Jahre ab, kassieren Sie die niedrigen Zinsen von heute über den gesamten Zeitraum. Von Zinserhöhungen währenddessen profitieren Sie nicht.

Bleiben Sie deswegen flexibel und bevorzugen Sie Tagesgeld oder kurzfristige Festgelder. Es lohnen sich auch Festgeldkonten im Ausland. In manchem EU-Land wie Spanien oder Kroatien können Sie sich höhere Zinsen sichern. Risiken bestehen keine, auch dort gilt wie in Deutschland die Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro. Fremdwährungsanlagen stellen eine weitere Möglichkeit dar. Zudem sollten Sie überlegen, ob Sie einen Teil Ihres Kapitals an den Aktienmärkten mit höheren Renditechancen, aber auch größeren Risiken, anlegen.

Aktuelle Entwicklung der Tages- und Festgeldzinsen

Notenbanken wie die EZB geben in dem jeweiligen Währungsraum die Richtung vor. Banken haben zwar gewisse Handlungsspielräume, sie können sich aber von der Zinspolitik der Zentralbank nicht lösen. Deswegen konnten Anleger wie schon in den Vorjahren mit Tagesgeld, Festgeld, verzinsten Sparplänen und anderen Finanzprodukten kaum Rendite erwirtschaften. Die Zinsen für Tagesgeldkonten liegen zum Beispiel im Durchschnitt bei deutlich unter 1 %, bei manchen Banken erhalten Kunden Zinssätze von 0,01 %.

Besser sieht es nur für Neukunden aus: Einige Institute locken Verbraucher mit vorübergehenden Bonuszinsen, zum Beispiel für ein Jahr. Diese betragen bei den besten Anbietern aktuell rund 1 %. Auch bei Festgeldkonten müssen sich Sparer mit überschaubaren Zinsen begnügen. Die Top-Banken bieten für Festgeld über zwei Jahre rund 1 %. Eine langfristige Bindung bringt nicht viel, über zehn Jahre gibt es höchstens circa 1,5 %. Vielfach sind die Zinsen wesentlich geringer, Sie können auch zehnjährige Festgeldkonten für 0,25 % vereinbaren. Vergleichen Sie immer die Angebote!

Rückblick: Finanzmarktlage 2015 – Neues weltweites Zinstief

Mit der Festlegung des Leitzinses auf 0,05 Prozent hat das Zinsniveau im Euro-Raum erst einmal ein neues Rekordtief erreicht. EZB-Chef Draghi hat damit seine bereits vor Monaten ausgesprochene Ankündigung bestätigt, die Zinsen im Geltungsbereich des Euro weiter auf dem bisherigen niedrigen Niveau oder sogar noch darunter halten zu wollen.

Wenn sich auch die Absenkung des Leitzinses nicht unmittelbar sofort in den Soll- und Habenzinsen der Kreditinstitute niederschlägt, ist doch zu erwarten, dass die Entscheidung die Zinsen bei Anlagen und Krediten beeinflussen wird. Was Kreditnehmer freut, ist für Sparer eine echte Herausforderung.

Mit herkömmlichen Bankeinlagen wie dem Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld lassen sich schon längst keine Renditen mehr erzielen, die auch nur einen Inflationsausgleich bieten. Das gilt selbst bei der momentan recht niedrigen Inflation, die sich in der Größenordnung von nur 1 bis 1,5 Prozent bewegt. Auch festverzinsliche Wertpapiere bieten keine bessere Zinsalternative – zumindest bei erstklassiger Bonität.

Verlässliche Prognosen für die Zukunft kaum möglich

Viele Anleger fragen sich daher angesichts dieser Situation, wie es mit den Zinsen weitergehen wird. Hierzu gibt es unterschiedliche Trends und Signale, die zum Teil in gegenläufige Richtungen zeigen. Das macht Vorhersagen kompliziert. Im Euro-Raum ist jedenfalls derzeit nicht abzusehen, dass sich an der Niedrigzinssituation schnell etwas ändert. Solange die Konjunktur in Europa weiter lahmt, wird die EZB ihren Kurs des billigen Geldes fortsetzen. Mario Draghi setzt immer noch darauf, mit niedrigen Zinsen die Kreditvergabe an Unternehmen und Private zu stimulieren und damit der Wirtschaft positive Impulse zu geben. Unumstritten ist dieser Kurs nicht.

In den USA zeichnet sich dagegen eine etwas andere Entwicklung ab. Hier mehren sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung. Die neue FED-Chefin Yellen hat seit ihrem Amtsantritt das Anleiheaufkauf-Programm ihres Vorgängers schrittweise zurückgefahren, ohne die lockere Geldpolitik grundsätzlich aufzugeben. Während die EZB weiter Geld in den Markt pumpt, ist man in den USA inzwischen aber vorsichtiger. Manche Experten erwarten bis zur Mitte nächsten Jahres sogar eine US-Leitzinserhöhung. Das wäre ein Signal für höhere Zinsen. Vor allem am längeren Ende der Zinskurve könnten sich Auswirkungen zeigen.

Viele Unwägbarkeiten bei Geldanlagen

Sollte dieser Fall eintreten, wären Folgeeffekte für die Zinsen im Euro-Raum nicht auszuschließen. Vor Ende 2015 wird aber im Allgemeinen nicht mit einer Zinswende in Europa gerechnet. Ein großer Unsicherheitsfaktor sind auch die zahlreichen politischen Unwägbarkeiten. Politische Krisen, Krieg und terroristische Bedrohungen haben schon in der Vergangenheit viele Prognosen über den Haufen geworfen. Derzeit ist die Unsicherheit aufgrund der Lage in der Ukraine, des Konflikts mit Russland und der Situation im Nahen Osten besonders groß. Niemand kann sagen, wie das nächste Jahr in dieser Hinsicht aussehen wird.

Prognosefrei Kapital investieren

Im Augenblick bietet eigentlich nur der Aktienmarkt bessere Perspektiven für eine Rendite oberhalb der Inflationsrate. Viele Sparer scheuen aber nach wie vor den Weg an die Börse aus Angst vor Kursrisiken. Tatsächlich sind Aktien zweifelsohne risikobehafteter als klassische Bankeinlagen, das ist letztlich die ökonomische Rechtfertigung für höhere Renditen. Es gibt jedoch für Anleger durchaus Möglichkeiten, Risiken zu steuern. Mit einer entsprechenden Diversifikation kann ein Teil des Risikos im Aktienportefeuille eliminiert werden. Und je länger die Aktien gehalten werden, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit eines Anlageerfolgs. Das belegen statistische Untersuchungen.

Auf lange Sicht hat sich eine Strategie bewährt, bei der systematisch und regelmäßig in unterschiedliche Anlagekategorien investiert wird. Anlagekategorien sind zum Beispiel Aktien, Bankeinlagen, Renten, Immobilien usw.. Wer eine solche langfristige Strategie des Vermögensaufbaus verfolgt, kann der Zinsentwicklung relativ gelassen entgegensehen. Prognosen und Vorhersagen, die immer etwas von einem Orakel an sich haben, sind dann weitgehend verzichtbar.