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Finanzkrise

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Ursachen und auch die Hintergründe für eine Finanzkrise sind komplex und unterliegen nicht zwangsläufig irgendwelchen kontinuierlich auftretenden Automatismen.

Durch welche Faktoren werden Finanzkrisen hervorgerufen?

FinanzkriseVielmehr führten und führen diverse verschiedene Komponenten zu einer solchen Notlage. Regulierungs-, Markt-, und nicht zuletzt Staatsversagen sind drei von vielen Modulen, die in der Vergangenheit Auslöser der Krisen waren.

Die letzte Finanzkrise in den Jahren 2007/ 2008 betraf die gesamte Weltwirtschaft.

Sie war Ausdruck eines Finanzsystems, das von mangelnder Transparenz, sowie einem völlig ungenügenden Risikomanagement einerseits und einer entfesselten Risikobereitschaft andererseits und nicht zuletzt einer übersteigerten Komplexität geprägt wurde.

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Ungezügelte Spekulationen auf fremden Geldern

Zu den bekannten Ausmaßen der Milliardenverluste jedoch konnte es nur durch ein Regulierungs- und Aufsichtsdefizit der Finanzmarktakteure seitens der Regierung kommen. Weiterhin kam hinzu, dass die damit einhergehenden exzessartigen Verschuldungen und Spekulationen durch die weltweite besonders expansive Geldpolitik gefördert wurden- mit verheerenden Ergebnissen für die gesamte Weltwirtschaft.

Der Zusammenbruch der Investmentbank „Lehman Brothers“ bildete den Höhepunkt dieser Finanzkrise, in der tausende Anleger ihr Geld verloren. Weitere Folgen war die größte Rezession nach dem Zweiten Weltkrieg, die Deutschland, viele andere Industrieländer und natürlich ebenfalls die USA betrafen. Die Zeit vor dem Ausbruch dieser Krise war in vielen Ländern durch gewaltige Anstiege von Vermögenswerten im Zusammenhang mit einer außergewöhnlich hohen Verschuldung privater Haushalte geprägt.

Lehman Brothers war nur die Spitze des Eisbergs

Sonstige Hintergründe, die zu diesem wirtschaftlichen Crash führten, waren in einigen Industrieländern außerordentliche globale Ungleichgewichte in Gestalt hoher Defizite der Leistungsbilanzen und entsprechend hoher Leistungsbilanz- Überschüsse in diversen Schwellenländern. Kredit-Ausfälle im Subprime- Markt, also dem Teil des Hypothekendarlehensmarktes, bei dem private Kreditnehmer mit meist niedriger Bonität bei US- amerikanischen Finanzinstituten Hypotheken für ihren Hauskauf erhielten, hatten eine allgemeine Vertrauenskrise zur Folge.

Das Desaster gipfelte schließlich in einen beinahe völligen globalen Zusammenbruch der Finanzsysteme und führte zu einer Rezession der Weltwirtschaft, wobei die Wirtschaftsleistung in der Euro- Zone im Jahre 2009 um vier Prozent in Deutschland sogar um beinahe fünf Prozent sank. Die EZB wurde sofort tätig und reagierte prompt schon am 9. August 2007, als erstmals Probleme an den Finanzmärkten erkennbar wurden. Der derzeitige Zinssatz der EZB, als zentrale Notenbank der Euro- Zone, liegt bei 0,150 Prozent.

Globaler Zusammenbruch der Finanzsysteme nur knapp verhindert

Beinahe eine Gallionsfigur in Zeiten der Krise ist der Luxemburgische Politiker und ehemalige Finanzminister seines Landes Jean- Claude Juncker. Er wurde nach der Europawahl erst unlängst zum Präsidenten der Europäischen Kommission gewählt. Im Jahre 1989 in seiner Eigenschaft als Finanzminister, war Juncker ebenso Gouverneur seines Landes bei der Weltbank. Hier war er maßgeblich an der Gestaltung des Vertrages von Maastricht beteiligt. Seine Verdienste um die Eurozone sind nicht erst nach der Europawahl bekannt geworden. Als Vorsitzender der Euro- Gruppe arbeitete er auf dem Gipfel der Schulden- und Währungskrise gegen das Auseinanderbrechen der Euro- Zone.

Einst mit elf Ländern gestartet, ist der Euro- Raum schnell auf achtzehn Länder angewachsen. Außer Spanien und Portugal leiden und litten auch Griechenland, Italien und Irland unter Finanzkrisen. Besonders aber in Griechenland ist die Schattenwirtschaft zu Hause. Jeder vierte Euro, so die Aussage von Experten, ist schwarz erwirtschaftet. Das ist Europaweit ein Spitzenwert. Damit verliert der grichische Staat jährlich geschätzte 30 Milliarden Euro an Steuereinnahmen.

Die Finanzkrise in Griechenland

Finanzkrise in GriechenlandNach Aussagen von Ministerpräsident Samaras jedoch, hat es die grichische Regierung aktuell geschafft und im Kampf gegen die Schuldenkrise die Wende erreicht. So könne man nun, laut Samaras, nach sechs harten Rezessionsjahren von einer Erholung der griechischen Wirtschaft sprechen. Bei der Krise in Griechenland waren systematisch frisierte Statistiken von Athen, unüberschaubare Haushaltsdefizite, das eklatante Absinken der Exporte, Korruption und das Leben der Regierung über ihre Verhältnisse Vorboten der Krise.

Die massive Anhäufung von Schulden in Athen und die Ausnutzung der Spekulanten, die die Situation nutzten, um auf dem Rücken der Allgemeinheit gegen Griechenland und den Euro zu spekulieren, trugen ebenfalls dazu bei, dass sich Griechenland unter den Europäischen Rettungsschirm begeben musste. Die HSH Nordbank rückte, wie viele andere Geldinstitute vor ihr, im Jahr 2013 in den Fokus der Öffentlichkeit, da die Hamburger Landesbank anlässlich einer internen Prüfung auf dubiose Aktiengeschäfte stieß.

Die Geschäfte der HSH Nordbank heizte die Finanzkrise  an

Das Ergebnis dieser Prüfung lautete, dass das Finanzinstitut den Staat um mehrere Millionen Euro geprellt hat, wie das Handelsblatt berichtete. Damit hatte der Skandal bezüglich umstrittener Dividendengeschäfte- nach der HypoVereinsbank- nun auch die HSH Nordbank erreicht, wie das Handelsblatt schrieb. Die fragwürdigen Geschäfte wurden in der Zeit von 2008 bis 2011 festgestellt und fallen damit in den Zeitraum der weltweiten Finanzkrise. Aktuell benötigt die Landesbank auch nach 2019 weitere staatliche, finanzielle Unterstützung.

Finanzkrisen gab und gibt es, seit Finanzwirtschaft existiert. Jedoch sind Automatismen wie Überheblichkeit und vor allem Gier, die sich in wilden Spekulationen ungebrochen bis zum heutigen Tage niederschlägt, Phänomene, die allen Krisen eigen sind. Die zunehmende Internationalisierung und nicht zuletzt die Globalisierung bewirkten und bewirken das gehäufte Auftreten seit dem 20. Jahrhundert. Auf der Suche nach den Ursachen im Sinne eines „roten Fadens“, sind einige Zusammenhänge zu berücksichtigen, da die Finanzwirtschaft eng mit der Realwirtschaft verknüpft ist.

Gibt es generelle Ähnlichkeiten, die Finanzkrisen eigen sind?

Auf der einen Seite des Szenarios steht die Finanzwirtschaft, die mit potentiellen Gewinnen rechnet, während auf der anderen Seite die Realwirtschaft nur Geld, das tatsächlich erarbeitet wurde, verdient. Dabei ist es für die Finanzwirtschaft nachgerade symptomatisch, hohe Geldsummen in Wirtschaftszweige und Anlagen zu investieren oder gar Wetten abzuschließen, die zwar hoch gehypt werden, jedoch ihre Renditeversprechen nicht erfüllten.

DAS Beispiel jüngster Zeit ist der US- Immobilienmarkt, der mit hohen Investitionen künstlich aufgebläht wurde. Damit waren US- Bürger in der Lage, sich ein Eigenheim auch dann zuzulegen, als die Ausgabe der benötigten Kredite wegen teils schlechter Bonität, ein großes Sicherheitsrisiko barg. Damit aber nicht genug: Mit diesen ohnehin schon unsicheren Darlehen handelten Versicherungen und Finanzinstitute auch noch. Dies ist Ausdruck einer regelrechten Gier, die für den „Normalbürger“ kaum nachzuvollziehen ist.

Wachstum der USA schon öfter auf „Sand“ gebaut

Als diese Eigentümer auf Grund eines Jobverlustes oder anderer Gründe ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen konnten, kamen die die Kreditinstitute ins Wanken. Der Zwang zum Notverkauf hatte immer preiswertere Immobilien zur Folge. Damit verloren sie an Wert, was die Einbuße in das Vertrauen in Bezug auf die Sicherheit von Eigenheimen zur Folge hatte. Die Verluste mussten die Banken in ihrer Bilanz ausweisen, was sie jedoch meist nicht taten. Mit Manipulationen versuchten sie diese zu verschleiern.

Eine Art Domino- Effekt war die Folge: Die US- Bürger konnten ihren Kreditverpflichtungen nicht mehr nachkommen, die Banken gerieten darüber hinaus auch mit ihre Spekulationen immer mehr unter Druck und mussten schlussendlich Insolvenz anmelden. Dies wiederum führte dann bei anderen Banken zu einer Schräglage, da sie häufig massiv in die „faulen“ Finanzinstitute investiert hatten. So schließt sich der Kreis. Diese Konsequenzen können nur durch die massive Einschränkung von Spekulationen und durch staatliche Kontrollen vermieden werden. Daher ist eine strenge Regulierung der Finanzwelt unbedingt erforderlich, um in Zukunft das Vermögen der Anleger aber auch die gesamte Wirtschaft nachhaltig zu schützen.